Ende gut – alles gut
Vier tapfere Walkerinnen zogen Ende Dezember mit der S Bahn in Richtung Schopfheim los. Eine kleine Besichtigung der Altstadt war geplant. Aber sie begann mit einigen Hindernissen. Ingrid konnte sich leider nicht rechtzeitig einen Stadtplan beschaffen und natürlich war an diesem Dienstagnachmittag die Touristinfo geschlossen. Auch die Bücherei „hat nix“. Also versuchten wir auf eigene Faust den richtigen Weg zu den beschriebenen Sehenswürdigkeiten zu finden. Schopfheim hat schon einige Jahrhunderte Geschichte hinter sich, was die alten Gebäude beweisen. Die alte St. Michaels Kirche zum Beispiel hat ihre Ursprünge im 7. Jahrhundert, der Glockenturm wurde erst im 13. Jahrhundert „angebaut“ und die Orgel stammt aus dem 18. Jahrhundert.
Es wurde langsam ein bisschen frischer, aber die Walkerinnen marschierten tapfer weiter vorbei am städtischen Museum im ehemaligen alten Kornspeicher und gleich daneben dem Hirtenhaus. Weiter zum Schlossturm aus der Zeit der Stadterhebung im Jahre 1250, allerdings abgetragen und neu erbaut 1933 in seiner jetzigen Form.


Entlang den Überresten der ehemaligen Ringmauer gelangt man zum Marktplatz. Hier steht die gewaltige und heftig umstrittene Großplastik von Peter Lenk, die sich mit der Badischen Revolution von 1848 befasst. Bei unserer Besichtigung der alten Gemäuer darf sie natürlich nicht fehlen. Mitten auf dem Marktplatz hat sie der Bildhauer und Provokateur Peter Lenk im Jahr 2004 errichtet. Ein chaotischer Haufen wilder bäuerlicher Aufständischer und die Staatsmacht (hier dargestellt durch den ehemaligen, gleich siebenfachen Ministerpräsident Erwin Teufel mit (hier mit Pickelhaube und grimmigen Blick) auf einer Stange, an deren anderem Ende Friedrich Hecker die Richtung angibt. Nur wem der Hund gehörte, der ebenfalls auf der Stange thront, ließ sich nicht ergründen.
An diesem Endpunkt unserer Altstadt Runde angekommen, war es nunmehr Zeit für einen wärmenden Kaffee, der die Lebensgeister wieder aufwecken konnte, – natürlich begleitet von einem köstlichen kleinen Kuchen im „Café S7“. Sehr zu empfehlen! Danach machten wir uns auf den Rückweg, selbstverständlich umweltfreundlich mit der S Bahn. Ganz unsportlich war dieser Ausflug übrigens auch nicht: knappe fünf Kilometer haben wir auf Schopfheimer Pflaster erlaufen.
Und erfreulicherweise überlegen die Beteiligten bereits einen neuen Ausflug im neuen Jahr.




